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^ LANGSAM IST DAS NEUE SCHNELL
Täglich drängen neue Materialien auf den Markt und suchen nach ihrer Anwendung. Das Thema Nachhaltigkeit spielt hier oft eine eher untergeordnete Rolle. Anstatt die uns umgebenden Ressourcen zu erkennen, streben wir nach dem in der Ferne liegenden Unbekannten. Die Verwendung von alten einheimischen Materialien soll wieder in den Vordergrund rücken. Eine klare Formensprache der Objekte lässt hier die verwendeten Materialien in den Vordergrund treten und gibt ihnen so Raum, ihre eigenen Qualitäten zu präsentieren.
Holz und Steinzeug sind natürliche Stoffe, mit guten technischen Eigenschaften und einer charakterstarken Ausstrahlung der viele neue Materialien nur wenig entgegen setzen können. Mit der Zeit auftretende Gebrauchsspuren wirken anders als bei konstruierten Materialien nicht fremdartig, sondern fügen sich ein.
In meinen Augen wird erst durch die emotionale Haltung des Benutzers ein Produkt bedeutungsvoll für den Einzelnen. Erst dann baut man eine Beziehung zu den Dingen auf. Und nur wenn wir den Dingen wieder vertrauen können, wird sich auch unsere Beziehung zu ihnen ändern.
Es handelt sich hierbei um vier Produkte einer Kollektion, welche bekannte regionale Materialien in den Mittelpunkt rückt und uns zu deren Verwendung sensibilisieren möchte. Entstanden sind ein kleiner Hocker mit Keramiksitzfläche, ein Couchtisch, eine Leuchte und ein Teppich. Die Oberfläche des Tisches besteht aus 16 Kuben, die je nach Bedarf als Fläche, oder im umgedrehten Zustand, als Volumen genutzt werden können. Die Leuchte teilt sich in ein Holzgestell worüber ein Steinzeugschirm gestülpt wird. Sie ist in zwei Höhen, also Boden und als Standleuchte konzipiert. Durch den erdigen Farbton der Keramik wirkt das indirekt abgestrahlte Licht sehr warm und angenehm. Der aus Steinzeug gearbeitete zweidimensionale Teppich mit seinen gleichmäßigen Sechsecken, nimmt über die optische Täuschung von aneinander gereihten Würfel Bezug zu den anderen dreidimensional Möbeln. Hergestellt in einer alten Steinzeugtöpferei in der Niederlausitz, gewinnen die Objekte durch ihren individuellen Charakter an Aussagekraft.
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^ FUME & KLEINSTADT
Eine Neuinterpretation des klassischen und traditionellen Räucherhäuschens. Reduziert auf das Wesentliche, aber unglaublich charmant. fume steht im Winterwald. fume steht einzeln oder als Stadt. Das kleine dampfende Häuschen. Es bringt uns durch die kalte Zeit.
Dessen Pendant fürs gesamte Jahr sind die kleinstadthäuschen. |
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^ POMPEE
Den Hocker pompee mögen Groß und Klein. Ob als Sitzgelegenheit in müden Momenten, als schneller Sitz bei spontanen Feiern oder als kleiner Maltisch für kurze Zwerge. Ganz schnell hat er seinen Platz eingenommen und hilft wo er kann. Ein Hocker mit mehreren Leben und liebenswürdigem Charakter.... |
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^ JEANSCHUBTRIFFTLISLLADE & JUMI
(In Zusammenarbeit mit Henrike Gänß)
Was tun, wenn man keinen Platz hat? Wie verändert ein nomadisierender Lebensmittelpunkt die eigenen Verhaltensweisen? Was macht man mit gängelnden Grundrissvorgaben? Die Schublade als Tisch, als Hocker, als Schneidbrett, Spüleimer, Handtrockner, Kühltruhe...Diese Küche ist durch hinterfragen und neuinterpretieren der Küchenfunktionen eine parodiehafte, konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Küchen, eine Homage an die Schublade.
JUMI ist dafür der passende Griff. Er gibt in seitlichee
Richtung bei Berührung
nach und verhindert so einen oftmals
schmerzhaften Kontakt.
Egal an welchem Möbel,
dieser aus Silikon gefertigte
Griff ist geeignet für jede Umgebung.
Durch ein optionales Piktogramm im
Griff, weiß man immer
gleich was sich in der Schublade befindet und erspart sich langwieriges Suchen.
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^ SCHUHTRAGERL
(In Zusammenarbeit mit Bernhard Elsässer)
Das unaufhörliche Wachstum der Anzahl der eigenen Schuhe und der damit verbundene Platzmangel stand am Beginn unseres Entwurfs. Im Gegensatz zu vielen anderen Entwürfen ist der Schuhtragerl einfach zu erweitern. An einer wandbefestigten Schiene werden die einzelnen, je einen Schuh tragenden Elemente eingehangen. In einer Auswahl an Farben erhältlich, können sie daran frei angeordnet werden. So hat jeder die Möglichkeit sich sein Regal im Rahmen der Vorgaben individuell zu gestalten. Der Schuhtragerl wird in flacher Form verschickt und zu Hause vom Käufer zusammengefaltet. Das spart Versandkosten und lässt den Kunden selbst aktiv werden.
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^ LAUSITZER STEINZEUG
Alle Gefäße sind bei der Töpferei Kiesel in Crinitz / Brandenburg in aufwendiger Handarbeit hergestellt und im historischen Kasseler Ofen holzgebrannt. Unikate aus Steinzeug mit Salz- und Lehmglasur. |
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^ EXTRA VERGINE DI OLIVA
Lieblos dahin geworfen, auf dem Boden stehend, im ganzen Flur verteilt, so warten viele Schuhe auf ihre nächste Verwendung. Die Alternativen, aufgereiht auf einem fünf Euro Lattenrost oder in einem dunklen und viel zu engen Schrank, sind auch nicht vielversprechender. Dieser sorglose Umgang mit dem eigenen Schuhwerk impliziert ihm einen Wert welcher im starken Gegensatz zu seinem eigentlichen Preis steht. Andere Kleidungsstücke erfahren da eine weitaus bessere Behandlung.
Bei extra vergine di oliva steht der Schuh im Mittelpunkt. Präsentiert auf einem weißen Tablett zeigt er sich auf der halböffentlichen Bühne des Eingangsbereichs und trägt den Wert der Schuhe nach außen. Abhängig vom Standpunkt gibt extra vergine di oliva von seinem aufgenommenen Gut mehr oder weniger Preis und reflektiert so die Definition der Grenze. Besucher, Zaungast oder Bewohner, alle erfahren das Möbel in unterschiedlicher Weise und Intensität.
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